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Putzqualität durch Wandbelag verbessern?

Es lässt sich sogleich auf den Punkt bringen: Auch wenn ein Belag auf eine Wandfläche aufgebracht wird, kann die vorhandene Putzqualität nicht verändert, sprich verbessert, werden. Denn vorhandene Unebenheiten oder Welligkeiten werden durch einen Wandbelag zwangsläufig auf die neue Oberfläche übertragen.

Es lässt sich sogleich auf den Punkt bringen: Auch wenn ein Belag auf eine Wandfläche aufgebracht wird, kann die vorhandene Putzqualität nicht verändert, sprich verbessert, werden. Denn vorhandene Unebenheiten oder Welligkeiten werden durch einen Wandbelag zwangsläufig auf die neue Oberfläche übertragen. Was dahinter steckt, liegt eigentlich klar auf der Hand: Wandbeläge und geeignete Klebstoffe verfügen über eine gleichmäßige Dicke. Sie verlaufen quasi parallel zum Untergrund, auf den sie aufgetragen werden. Folglich ist es unmöglich, Unregelmäßigkeiten im Putz damit auszugleichen.

Insgesamt werden 4 Qualitätsstufen bei Putzoberflächen im Innenbereich unterschieden. Diese stehen im Kontext zu den Ausführungsarten „abgezogen“, „geglättet“, „abgerieben“ und „gefilzt“. Innenputze können fertige Wandoberflächen bilden oder als Untergrund für Anstriche, Tapeten und andere Beschichtungen ausgelegt sein. An die Stufe Q1 werden laut DIN keine Anforderungen gestellt. Ist eine Leistungsbeschreibung ohne Angaben zur Oberflächenqualität formuliert, gilt automatisch der Q2-Standard. Für Putze der Stufe Q4 sind erhöhte Anforderungen an die Ebenheit zu erfüllen.

Nachvollziehbar ist: Je höher der Anspruch an die Ebenheit und Glätte einer Putzoberfläche ist, umso größer ist der Arbeitsaufwand, um diese Qualität herzustellen. Das mag einer der Beweggründe sein, warum Versuche unternommen werden, mit Wandbelägen Putzflächen der Güte Q2 z. B. auf das Level Q3 anzuheben. Natürlich ist es jedem selbst überlassen, auf den entstandenen Innenputz einen Belag aufzubringen. Die Flächenoptik wird durch eine solche Maßnahme zwar verändert, die Putzqualität bleibt jedoch wie sie ist.

Entscheiden sich die Auftraggeber dazu, eine Putzfläche mit einer Schicht belegen zu lassen, ist die Auswirkung auf die entstehende Oberfläche zu berücksichtigen. Das Beschichtungsvlies sollte deshalb entsprechend der Körnigkeit der Putzstruktur gewählt werden. Handelt es sich um einen körnigen bis grobkörnigen Putz, wird sich die entsprechende Struktur in einem darüber aufgetragenen Vlies abzeichnen. Weiter sollte die Rollstruktur Beachtung finden, die derlei Beschichtungsvliese als Rollenware nun einmal mit sich bringen. Hier gilt es mit Sorgfalt vorzugehen, ganz besonders wenn eine sehr glatte Fläche zu erzeugen ist.

Glätte und Ebenheit einer Putzfläche bleiben unverändert, auch wenn Wände mit Vlies beklebt werden. Im Hinblick auf die Erwartungen der Betrachter sollte deshalb im Vorfeld genau geklärt sein, welcher Anspruch an die Güte der Oberflächen gestellt wird. Denn Unebenheiten oder grobe Strukturen übertragen sich von unteren Schichten, dem Innenputz, über einen Wandbelag – ob dick oder dünn – bis zur finalen Beschichtung. Das Erscheinungsbild der fertigen Oberfläche, ob Anstrich oder Tapezierung, wird im wahrsten Sinne des Wortes von den einzelnen Arbeitsschritten geprägt.

Autor

ZERO Anwendungstechnik

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