P wie PUR-Lack-Verarbeitung
Wasserverdünnbar und ohne Lösemittel zu arbeiten, liegt im Trend. Demzufolge müssen Hersteller auch Einsatzgebiete abgedecken, bei denen der Maler ein zweikomponentiges Material verarbeiten will. Und das geht so:
Das ZERO System z. B. besteht aus Aqua PUR-Haftgrund und Aqua PUR-Lack Seidenglanz oder Hochglanz; beide Glanzqualitäten sind auch farblos erhältlich. Durch die dreidimensionale Vernetzung erhält die fertige Oberfläche genau die Festigkeit, die von einem 2 K-Produkt erwartet wird. Zudem sind 2 K-Produkte chemikalienbeständiger, kratz- und stoßfester sowie witterungsbeständiger als 1 K-Produkte.
Vor der Verbeitung ist selbstverständlich zu prüfen, ob der Untergrund für eine derartige Beschichtung geeignet ist; er muss vor Beginn der Arbeiten sauber, trocken und tragfähig sein. Der benötigte Härter ist direkt im Gebinde - durch einen abnehmbaren Härterkopf - integriert. Es empfiehlt sich, den Härterkopf an mehreren Stellen komplett durchzustechen, sodass der Härter auf das Stamm-Material läuft. Das spart Zeit und gewährleistet, dass der komplette Härter genutzt wird. Denn zu wenig davon führt zu einer Untervernetzung, durch die die Lackschicht weich bleibt und nur langsam nachhärtet. Zu viel Härter hingegen hat eine Übervernetzung (z. B. bei Teilabhärtungen) zur Folge. Eine übermäßige Härte der Lackschicht ist dann das Ergebnis, der Lack wird spröde und es kommt zu Abplatzungen.
Die Haftgrund-Aufbringung kann - wie gewohnt - mit Pinsel, Rolle oder im Spritzverfahren erfolgen. Zur Zwischen- und Schlussbeschichtung wird der Lack ebenfalls abgehärtet und entsprechend appliziert. Generell wichtig ist, dass zusätzliches Verdünnen mit Wasser erst nach dem Abhärten vorgenommen wird! Denn nur so ist gewährleistet, dass beide Komponenten eine einwandfreie Verbindung eingehen.
Weiter ist zu beachten, dass der Beschichtungsaufbau innerhalt von 48 Stunden ausgeführt wird. Bei zeitlich größeren Abständen ist ein Zwischliff notwendig, da die zu überarbeitede Schicht dann zu hart ist und es somit zu Haftungsstörungen kommen kann.
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ZERO Anwendungstechnik
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