L wie Leiter
Um die richtige Nutzung einer Leiter zu gewährleisten, sind einige Stufen zu beachten.
Seit Januar 2018 gilt die überarbeitete Leiternorm. Sie regelt neue Vorgaben zur Standsicherheit und verbessert die Standfestigkeit.
Unzureichende Standfestigkeit führt häufig dazu, dass Unfälle mit Leitern passieren. Die neue Richtlinie betrifft vor allem Unternehmen, die Mehrzweck- und Anlegeleitern nutzen. Oft sind Personen, die mit diesen Leitern arbeiten, nicht mit dem richtigen Umgang vertraut oder dazu geschult. Gründe für Unfälle mit Leitern gibt es reichlich, viele davon enden mit sehr starken Verletzungen bis hin zu Arbeitsunfähigkeit oder Tod. Um das zu verhindern, ist es wichtig, den korrekten Gebrauch sowie die richtige Nutzung zu beherrschen. Der größte Risikofaktor ist und bleibt die Standfestigkeit. Deshalb regelt die neue Norm auch, dass Hersteller bereits bei der Produktion darauf Rücksicht nehmen.
Die wichtigste Änderung betrifft alle tragbaren Anlegeleitern mit einer Gesamtlänge von mehr als 3 Metern (DIN EN 131). Diese müssen jetzt eine größere Standbreite - durch eine Quertraverse oder eine konische Bauweise - aufweisen. Mehrzweckleitern mit aufgesetzten Schiebeleitern von mehr als 3 Metern sind ebenfalls betroffen. Diese dürfen nur dann trennbar sein, wenn sie mit einer Traverse ausgestattet sind und die neue Standbreite erfüllen. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass die zusätzliche Traverse evtl. als Standfläche genutzt wird und somit auch als mögliche Gefahrenquelle dient. Hierauf verweist die Nutzungseinschränkung.
Leitern werden nunmehr generell in zwei Nutzungsgruppen eingeteilt: für die gewerbliche und für die private Nutzung. Entsprechende Piktogramme klassifizieren die Unterteilung. Was heißt das für Malerbetriebe? Alle Unternehmen müssen das Gefährdungspotenzial der genutzten Arbeitsleitern aktuell beurteilen. Wenn Leitern nach neuer Norm nicht mehr standsicher sind, empfiehlt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung sie mit einer Traverse nachzurüsten. Um das zu gewährleisten, muss das Unternehmen eine befähigte, geschulte Person diese Überprüfung vornehmen lassen. So können bestehende Leitern optimiert und weiterhin verwendet werden.
Autor
ZERO Anwendungstechnik
Anwendungstechnik / Anwendungsberatung / Schulungen
Tel.: +49 5731 9887-340
ata@zero-lack.de