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K wie Kompriband - Fugen professionell abdichten

Eine Fuge ist der beabsichtigte oder toleranzbedingte Raum zwischen Bauteilen, ob bei Fenstern oder Außentüren und deren angrenzenden Bauteilen oder bei Anschluss- und Bewegungsfugen in der Fassade. Für deren fachgerechte Abdichtung stehen eine Vielzahl von Systemen zur Verfügung.

Die Abdichtung erfolgt u. a. mit vorkomprimierten und imprägnierten Fugendichtbändern. Die Grundlage für deren Qualität ist in DIN 18542 beschrieben, in der Eigenschaften und Prüfverfahren für Dichtbänder festgelegt sind, die für die Abdichtung von Hochbaufugen verwendet werden. Diese Bänder bestehen vorwiegend aus einem offenzelligen Polyurethan-Schaumstoff als Trägermaterial, in dem ein Imprägnat eingebracht wird, das die wesentlichen Eigenschaften des Dichtbandes sicherstellt.

Dichtbänder werden in der Regel vorkomprimiert und in Rollenform geliefert. Im Gegensatz zu Dichtstoffen müssen Fugendichtbänder nicht an Fugenflanken haften, sondern üben permanent einen Anpressdruck, bedingt durch deren Rückstellkraft, auf die Fugenflanken aus und passen sich den Oberflächen weitgehend an. Daraus ergeben sich Einsatzbereiche, für die andere Abdichtungssysteme nicht geeignet sind.

Neben den bekannten vorkomprimierten und imprägnierten Fugendichtbändern (Kompribänder) werden auch Fugenabdichtungen (z. B. an Fensteranschlussfugen) angeboten, die auch die wärmedämmende Funktionsebene und die innere Abdichtungsebene (3D) oder nur die innere Abdichtungsebene (2D) herstellen. Diese werden auch als Multifunktionsdichtbänder bezeichnet. Basis ist ein vorkomprimiertes und imprägniertes Dichtband mit zusätzlichen Funktionseigenschaften.

Bei der Abdichtung von Fensteranschlussfugen werden drei Abdichtungsebenen definiert:
1. Außenfugenabdichtung, die schlagregendicht, diffusionsoffen, witterungsbeständig und winddicht sein muss.
2. Mittlere Dichtebene, auch Funktionsebene genannt, welche wärme- und schalldämmend sein muss.
3. Innere Dichtebene, welche luftdicht und diffusionsdichter als die Außenabdichtung sein muss.

Vorkomprimierte und imprägnierte Fugendichtbänder sind ausdrücklich nicht für die Bereiche der anstauenden Sickerwässer oder stehenden Wässer zulässig. Ein Überstreichen von Dichtbändern wird nicht empfohlen, da Farbanstriche, die weit in die Dichtbänder eindringen, zur Verhärtung der Oberfläche und damit zum Verlust der Elastizität führen, sodass Fugenbewegungen durch die Dichtbänder nicht mehr ausgeglichen werden können.

Autor

ZERO Anwendungstechnik

Anwendungstechnik / Anwendungsberatung / Schulungen
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