K wie Klebeband
Der wirtschaftliche sowie optische Wert von Klebebändern ist seit Jahren von Baustellen nicht mehr wegzudenken: Gerade im Maler- und Lackiererhandwerk sind sie stets gute Helfer. Bei unsachgemäßer Handhabung können jedoch schnell große Schäden verursacht werden.
Seit geraumer Zeit gibt es Klebebänder mit sog. "Washi" Papierträger (dünnes japanisches Papier, Pergament). Der klare Vorteil sind die langen Fasern - es ist hoch reißfest, gering dehnbar und trotzdem leicht handeinreißbar. Die Grundlage besteht aus Manila Hanf und Synthesefasern.
Der Vorteil auf der Baustelle ist die nachträglich messerscharfe Kante bei farbigen Absetzarbeiten auf fast jedem Untergrund. Während so mancher noch mit Acryldichtmasse versucht, ein Hinterlaufen der Beschichtung am Klebeband zu stoppen, kann man sich diesen Aufwand mit diesen Klebebändern sparen. Zudem gibt es mittlerweile auch verschiedene Kieberstärken, sodass die Vorteile der ,,Washi"- Bänder selbst auf feinsten Papiertapeten genutzt werden können.
Das Angebot an derartigen Klebebändern ist groß. Sie sehen sich zwar ähnlich, können aber qualitativ sehr unterschiedlich sein. Einige Produkte sind acht Wochen UV-beständig, andere 26 Wochen, mit faserverstärktem Träger. Sie haben eine hochwertige Acrylat-Klebmasse und sind dadurch auch extrem schonend zum Untergrund. Diese Produkte sind Allrounder und sowohl im Innen- als auch im Außenbereich langfristig einsetzbar.
Je nachdem, welche Art von Arbeiten durchgeführt werden soll, lohnt es sich ggf. Klebebänder zu kombinieren (sogenannte Sandwich-Verklebung). Hierdurch wird die Klebebanddicke und auch die UV-Beständigkeit der Verklebung erhöht, denn die untere Kiebmasse wird zusätzlich vor UV-Strahlen geschützt.
Beispiel Verklebung von Staubschutztüren im Innenbereich: Diese erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, da die Kundenansprüche bezüglich Sauberkeit stark steigen. Da die Oberflächen, auf denen Staubschutztüren befestigt werden müssen, immer unterschiedlich sind, muss die Wahl des geeigneten Klebebandes entsprechend angepasst werden. Staubschutztüren bestehen aus Vlies und um sie zu verkleben, benötigt man ein klebstarkes Band, das jedoch zu OberfIächenbeschädigungen führen kann.
Wenn also der Untergrund, auf den geklebt werden muss, aus einer hochwertigen Beschichtung besteht, muss man mit mehreren Klebebändern arbeiten: Erstes Tape auf die hochwertige Oberfläche kleben und darauf dann die Staubschutztür mit einem klebestarken Band befestigen.
Autor
ZERO Anwendungstechnik
Anwendungstechnik / Anwendungsberatung / Schulungen
Tel.: +49 5731 9887-340
ata@zero-lack.de