A wie Atmende Wände?
Pustekuchen- bereits seit 1928 ist das eine Mär!
Exakte Messungen widerlegten damals schon eine angenommene „Atmungsfunktion" der Wand: Durch ein Schlüsselloch geht pro Stunde mehr Luft als durch 120m² Außenwandfläche (wie damals üblich ohne Tapete und Anstrich).
Aber noch immer glauben viele - auch Malerprofis - an eine Atmung der Wand, einen Luftdurchgang. Der Irrtum hält sich wahrscheinlich deswegen so hartnäckig, weil man einen Zusammenhang konstruiert, nach dem Fassadendämmung „Wandatmung" erstickt und so Schimmelbildung befördert.
Wie ist die Realität?
Heutzutage verfügen die meisten Häuser zwar über dichte Fenster mit warmen Innenoberflächen; aber Fenster warm und Wand kalt - das geht oft nicht gut! Denn je kälter die Innenoberfläche eines Außenbauteils ist, desto mehr Wasserdampf kondensiert aus der Raumluft auf ihr - und das erzeugt Schimmelgefahr !
Gedämmte warme Wände hingegen „schwitzen" nicht ! Je besser die Wärmedämmung der Außenbauteile, desto wärmere Innenoberflächen und desto geringere Feuchte- und damit Schimmelwahrscheinlichkeit. Kalte Bauteile trifft man vor allem in ungedämmten Häusern an und so sind besonders diese älteren Gebäude auch von Schimmel betroffen.
Gut zu wissen, dass eine großangelegte Bewohnerbefragung (fast 6.000 Wohnungen wurden auch begangen) ergeben hat, dass gedämmte Wohnungen deutlich weniger Schimmel- und Feuchteschäden haben als ungedämmte!
Leider werden Baulaien heute immer noch mit ihrer Vermutung allein gelassen, dass sie in einer Plastiktüte leben müssten, wenn ihr Haus mit einem WDV-System gedämmt ist.
Sie sollten wissen:
Nur „Wandatmung" allein brächte den Erstickungstod!