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Was bedeutet das Steuerrad auf Gebinden von Farbprodukten?

Die Arbeit auf den deutschen Werften, zum Beispiel auf der Meyer Werft in Papenburg, ist auch für Maler und Lackierer ein interessantes Geschäft: Die große Anzahl der Kabinen, Flure, Treppenhäuser, Restaurants, Sport- und Freizeitbereiche auf einem Kreuzfahrtschiff bietet enorme Fläche, die es zu beschichten gilt.

Wer eine Ausschreibung für die Innenarbeiten gewinnt, muss neben den besonderen Arbeitsbedingungen tief im Stahlkörper des Schiffes auch die Materialwahl beachten. Alle Produkte, die im Schiffsinnern verarbeitet werden, zählen zu der Schiffsaurüstung und müssen - anders als im Hochbau üblich – immer eine Zertifizierung aufweisen, das . Der Hersteller der Produkte bringt dieses Symbol, die Kennnummer der zertifizierten Stelle sowie die aktuelle Jahreszahl auf sein Etikett auf. Nur Produkte, die so gekennzeichnet sind, dürfen auf Hochseeschiffen und Binnenschiffen verwendet werden, die unter der Flagge eines europäischen Landes fahren. Für Schiffe, die später unter amerikanischer Flagge auf den Weltmeeren unterwegs sein werden, wird zusätzlich die Nummer der U.S. Coast Guard Zulassung aufgeführt; diese kann separat beantragt werden.

Der Zertifizierungsprozess wird seit 1999 durch die europäische Schiffsausrüstungsrichtlinie geregelt (Maritime Equipment Directive – MED). Die Prüfung der Produkte erfolgt nach internationalen Prüfnormen, u.a. dem internationalen Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See (SOLAS). Besondere Beachtung gilt dabei dem Brandschutz: Anstrichmittel und Oberflächenwerkstoffe müssen das Brandverhalten „schwerentflammbar“ nachweisen. Darüber hinaus wird der Hersteller regelmäßig der Prüfung seiner Qualitätssicherung unterzogen. Die sogenannte „Schiffszulassung“ selbst besteht dann aus dem Produktzertifikat (EG-Baumusterprüfbescheinigung) und dem Qualitätszertifikat. Beide Dokumente sowie die aktuelle Konformitätserklärung müssen durch den Verarbeiter der Werft vorgelegt werden.

Typische Produkte zur Verarbeitung an den Wänden und Decken in einem Schiff sind Spachtelmassen, Dispersionsfarben sowie Materialien, die die Ausführung kreativer Techniken ermöglichen. Für Stahl- und andere Metalluntergründe, wie Treppenauflager, Geländer, Türzargen oder Stützen werden Lacke benötigt. Über zugelassene Produkte informieren die Farben- und Lackhersteller. Darüber hinaus bietet die Europäischen Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA) auf ihrer Website eine Datenbank, die alle zugelassenen Produkte enthält: portal.med.emsa.europa.eu

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Autor

Anke Hamberger

Leitung Produktzulassung
Tel.: 05731-9887-350
a.hamberger@zero-lack.de

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