Diese Webseite verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies, um Ihnen die richtigen Inhalte für Ihre Sprache und Geräte anzuzeigen (Notwendig), für Sie ausgewählte Inhalte zu präsentieren (Präferenzen) und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren (Statistiken).

Mit Klick auf „Alle akzeptieren“ willigen Sie in die Verwendung von Cookies ein. Mit Klick auf "Konfigurieren", lehnen Sie alle nicht notwendigen Cookies ab und können sie einzeln aktivieren. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen jederzeit in der Fußzeile unter "Cookie-Einstellungen" ändern oder widerrufen. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Diese Cookies sind für die Funktionalität unserer Website erforderlich und können nicht deaktiviert werden (z.B. SessionCookies).

Diese Cookies ermöglichen es unter anderem, Ihnen Ihre zuvor angesehenen Produkte anzuzeigen und ähnliche Produkte zu empfehlen. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung und der des jeweiligen Anbieters.

Diese Cookies helfen uns zu verstehen, wie Besucher mit unserer Webseite interagieren. Die Informationen werden anonym gesammelt und analysiert. Je nach Tool werden ein oder mehrere Cookies des gleichen Anbieters gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung und der des jeweiligen Anbieters.

Liebe Kunden, wir nutzen Cookies. Einige sind notwendig (z. B. für das Funktionieren der Website), andere dienen der Verbesserung des Onlineangebots. Sie können die nicht notwendigen Cookies "Alle akzeptieren" oder mit "Konfigurieren" ablehnen und gewünschte Cookies einzeln aktivieren. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Zum Inhalt springen

Lackieren mit lösemittelhaltigen Lacken immer noch aktuell?

Die Antwort ist: ja - aber mit Verstand und Überlegung. Beide Lackgruppen - lösemittelhaltig und wasserverdünnbar - haben ihre Vor- und Nachteile. Je nach Anwendungsfall sollte das passende Produkt gewählt werden. Im Innenbereich werden inzwischen überwiegend wasserverdünnbare Lacksysteme eingesetzt. Die hohen Anforderungen an mögliche Emissionen, etwa VOC, die sowohl den Verarbeiter als auch die Luftqualität der Innenräume betreffen, machen ihre Verwendung dort selbstverständlich.

Wasserverdünnbare Lacke sind geruchsarm, lassen sich leicht verarbeiten, trocknen schnell und sind farb- und lichtstabil. Auch die einfache Reinigung der Werkzeuge mit Wasser spielt eine Rolle.
Die Vorteile der lösemittelhaltigen Lacke (Alkydharzlacke) sind nach wie vor ihre Haftung auf verschiedensten Untergründen, ihre Unempfindlichkeit auch bei schwierigen Umgebungsbedingungen, die Offenzeit sowie Verlauf und Fülle.

Alkydharzlacke veränderten sich in den letzten Jahren aufgrund der gesetzlichen Vorschriften der europäischen Decopaint-Richtlinie stark (Chemikalienrechtliche Verordnung zur Begrenzung der Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen). Die enthaltenen Lösemittel mussten erheblich reduziert werden.
Aus den klassischen, bewährten Malerlacken entstanden High Solid-Lacke mit den bekannten Problemen wie starker Vergilbung und langsamer Trocknung. Mittlerweile sind fast 15 Jahre vergangen - die heutigen Lacke haben sich hinsichtlich der eingesetzten Harze und Trockenstoffe weiterentwickelt, ihre Qualität ist top.

Trotzdem gilt es zu beachten:
Die gesetzlich zulässige Menge an Lösemitteln ist in den meisten Lacken bereits enthalten. D.h. sie sind verarbeitungsfertig eingestellt, eine weitere Verdünnung des Materials ist nicht möglich.
Das bedeutet, dass die Viskosität des Lacks auf der Baustelle nicht mehr durch Zugabe von Verdünnung angepasst werden kann! Hiervon sind besonders Verarbeitungsarten betroffen, die eine größere Verdünnung des Lacks voraussetzen, wie das Hochdruckspritzen, welches aus diesem Grund nicht empfohlen wird.
Um lösemittelhaltige Lacke aber weiterhin spritzen zu können, wird die Verarbeitung mit Airless-Heizschlauchsystemen beliebter, z. B. TempSpray (WAGNER), °C-Max (GRACO) oder HotFlow (STORCH).

Die heutige Generation der Alkydharzlacke hat hervorragende Eigenschaften, gerade bei Trocknung und Verlauf. Die Rezepturen der Lacke sind aber sehr sensibel, sie vertragen keine Lösemittel, wie Nitroverdünnung, Universalverdünnung oder sogar Terpentinersatz. Auch Lackzusätze, wie Trocknungsbeschleuniger oder Verlaufsverbesserer, können die Eigenschaften negativ beeinflussen. Wenn diese Vorgaben beachtet werden, erhält man sehr gute Lackierergebnisse.

Fazit: Durch intensive Forschung und Entwicklung, z. B. bei Rohstoffen und Applikationsverfahren, verringern sich die Materialunterschiede beider Lackgruppen immer mehr, die Eigenschaften gleichen sich an.
Ein Beispiel dafür sind harte, strapazierfähige Oberflächen, die heute auch mit wasserverdünnbaren Lacken erreicht werden können. Trotzdem sorgen Vorteile der lösemittelhaltigen Lacke auch weiterhin für ihren zuverlässigen Einsatz, etwa im Außenbereich oder auch im noch unbewohnten Neubau, wo niedrigere Temperaturen und höhere Luftfeuchtigkeit herrschen. Dort ergibt es Sinn, mit einem lösemittelhaltigen Alkydharzlack zu arbeiten.

Autor

Anke Hamberger

Leitung Produktzulassung
Tel.: 05731-9887-350
a.hamberger@zero-lack.de

zurück zur vorherigen Seite